Hiermit setze ich die Artikel-Serie “Körpersprache” mit dem 2. Teil fort:
Körpersprache: Hände und Arme (Artikel-Serie Teil 2)

Neben dem Gesicht (Mimik) sind die Hände und Arme (Gestik) die ausdrucksstärksten Teile des Körpers. Im Gegensatz zur Mimik ist die Gestik aber viel schwieriger bewusst unterzudrücken und zu kontrollieren.
Die linke Hand wird von der rechten, und die rechte Hand von der linken Hirnhälfte gesteuert. Beiden Händen kann man deshalb gewisse Denkprozesse zuordnen. Die linke Hand nennt man die „Gefühlshand”, da die rechte Hirnhälfte sich eher mit Gefühlen beschäftigt (irrationale, kreative Gedanken). Die rechte Hand wird oft benutzt, wenn jemand gerade logisch oder rational denkt (zB. beim starken Nachdenken Trommeln auf dem Tisch (diese Gestik kann aber auch auf Ungeduld hindeuten)).
Des weiteren wirken Gespräche mit Gestiken viel interessanter und bunter. Wenn jemand spricht und dabei die Händen immer nach unten hängend oder in den Hosentaschen hat, wird sein Gesagtes etwas langweiliger, was natürlich unvorteilhaft ist.
Sehen wir uns die eindeutigsten Gestiken an:
- jemandem auf die Schulter klopfen: hier gibt es 2 Arten:
- von oben auf die Schultern klopfen: dieses sagt etwas aus, wie „Gut gemacht! Fast so gut, wie ich es hätte machen können.” oder „Gut gemacht, Kleiner.”. Diese Geste ist dominant und gibt dem Gesprächspartner, dem wir auf die Schultern geklopft haben das Gefühl, dass er unter uns steht.
- Hand auf den Rücken/Arm legen: im Gegensatz zum vorigen wird dieses vom Gesprächspartner positiv empfunden, da dieses auf die Umarmung deutet.
- Arme verschränkt vor dem Körper: Man glaubt, dass sich unsere Vorfahren mit dem verschränken der Arme die Bauchdecke und das Herz geschützt haben. Vielleicht deshalb funktioniert diese Gestik heute als Schutzfunktion, wenn uns jemand mit Worten angreift oder wir uns unwohl fühlen. Deshalb ist diese eine negative Gestik, und sollte möglichst unterdrückt werden (wenn ihr also merkt, dass ihr gerade eure Arme vor eurem Körper verschränkt habt, öffnet eure Arme!). Natürlich gibt es ausnahmen, in denen diese Gestik „erlaubt” ist: zB. wird das Verschränken der Arme auch zum Schutz gegen Kälte gebraucht, denn so die Gesamtfläche unseres Körpers verringert und weniger Wärme abgegeben wird. Und auch kann das Verschränken der Arme auf Aufmerksamkeit deuten, denn oft tun wird dieses, wenn wir jemandem zuhören und uns ihm entgegenbeugen.
- offene Hand: wer seine Handinnenfläche zeigt, wirkt glaubhafter und schenkt Vertrauen. Wahrscheinlich kommt das daher, dass unsere Handfläche etwa doppelt so sensibel und so verwundbar wie unser Handrücken ist. Dieses solltet ihr zum Beispiel beim Lügen benutzen, da ihr so die Chance erhöht, dass euch geglaubt wird.
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